
TONS – Stoned Villains (2026, Heavy Psych Sounds Records) (Review)

Das Ding hängt nicht einfach im Groove rum wie viele Stoner/Sludge-Sachen. Klar, alles fett und fuzzig, aber es bleibt nie ruhig auf einer Spur. Irgendwas bricht immer wieder rein.
Die Riffs sind schwer, klar, aber die kippen ständig weg. Gerade wenn man denkt „okay, jetzt läuft’s“, kommt ein Wechsel oder ein Cut und alles steht wieder anders da. Nicht nervig, eher so… unruhig halt.
Dieses Muster zieht sich komplett durch: langsam wälzen => plötzlich schneller, fast punkig => wieder runter in den Dreck. Ohne große Ansage. Einfach so. Das wirkt teilweise roh hingeschmissen, aber passt genau.
Was auch hängen bleibt: das Ganze nimmt sich nicht zu ernst. Da ist so ein leicht schräger Humor drin, nicht Comedy, eher so eine „ja komm, übertreib ruhig“-Haltung. Das nimmt der Schwere ein bisschen den Druck.
Vocals genauso: nicht eine feste Linie. Mal mehr Gebrüll, mal fast drüber gespielt, fast schon bewusst überzogen an manchen Stellen. Kein durchgehender Charakter, eher Zustände.
Musikalisch klar Stoner/Sludge-Basis, aber Hardcore/Punk steckt überall drin. Dieses Gefühl von Bongzilla/Weedeater ist da, aber Tons ziehen das Ganze weniger „zeremoniell“, mehr durcheinander, weniger geradlinig.
Strukturen gibt’s eigentlich kaum im klassischen Sinn. Eher Brüche. Stop. Wechsel. Neu rein. Nicht sauber gebaut, eher zusammengeschoben. Kann man mögen oder auch nicht, aber es hat Energie.
Produktion ist roh, nichts geschniegelt. Gitarren ziemlich direkt, Drums nicht geschniegelt, alles eher nah vorne. Klingt nicht nach Studio-Perfektion, eher nach Raum + Lautstärke.
Am Ende bleibt’s kein typisches Stoner-Album zum Wegdriften. Eher so ein wechselnder Block aus schwer + schnell + schiefem Humor, der sich nie richtig festnageln lässt.
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