Erstmal: das ist keine „Covers-Platte“ im üblichen Sinn. Wer hier Originale halbwegs wiedererkennen will, wird schnell merken, dass das nicht der Punkt ist.
Die Songs kommen zwar aus den 70ern/frühen 80ern – Sabbath, Bee Gees, Black Flag, solche Ecken – aber (16) ziehen das komplett durch ihren eigenen Dreck. Tempo runter, Sound schwerer, alles mehr Gewicht. Teilweise bleibt nur noch die Grundidee übrig.
Gerade das macht das Ding interessant. Es geht nicht darum, die Vorlage sauber nachzuspielen, sondern eher darum, sie umzubauen, bis sie ins eigene Universum passt. Manche Nummern erkennt man sofort, andere erst, wenn man’s weiß.
Was auffällt: die Platte wirkt nicht wie ein Gag oder Nebenprojekt. Dafür ist das alles zu konsequent. Selbst so ein eigentlich „fremdes“ Stück wie Bee Gees wird hier nicht ironisch behandelt, sondern einfach runtergezogen in diesen zähen, dreckigen (16)-Sound.
Klar, das lebt stark vom Kontrast. Man kennt das Original irgendwie im Hinterkopf, aber was hier rauskommt, ist deutlich schwerer, langsamer und kaputter. Teilweise fast schon entkernt.
Vocals passen sich dem Ganzen an: eher rau, direkt, nichts Verspieltes. Kein Versuch, irgendwelche Original-Performances nachzubilden. Eher komplett eigene Interpretation.
Das Tempo insgesamt eher im unteren Bereich, viel Druck, wenig Luft. Wenn’s mal anzieht, dann nicht, um dynamisch zu glänzen, sondern eher, um nochmal nachzutreten.
Produktion genauso: nichts glatt. Gitarren dreckig, Bass drückt ordentlich, alles ziemlich nah dran. Kein Retro-Sound im Sinne von „wie früher“, eher: alte Songs durch einen modernen Sludge-Filter gejagt.
Funktioniert nicht jeder Track gleich stark – liegt in der Natur der Sache. Manche Vorlagen geben mehr her, andere wirken nach der Behandlung fast zu reduziert. Aber genau dieses Ungleichgewicht gehört irgendwie dazu.
Unterm Strich eher ein Experiment, das erstaunlich geschlossen wirkt. Keine Nostalgie-Platte, kein Tribute, sondern eher so eine Art Umdeutung. Alte Songs, komplett neu eingesackt.
Muss man nicht durchgehend feiern, aber hängen bleibt’s.












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