
The Last Sound Revelation – The Proximity Effect (2026, Octopus Rising) (Review)

Hab mir das Teil letzte Woche ein paarmal hintereinander reingezogen und muss sagen: Das ist bisher das stärkste Album der Italiener. The Last Sound Revelation machen seit 2005 instrumentalen Post-Metal mit Progressive- und Rock-Elementen. Auf The Proximity Effect haben sie nochmal einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Das Album wirkt reifer, durchdachter und emotionaler als alles, was sie bisher rausgehauen haben.
Das Konzept dreht sich um Quantenverschränkung – unsichtbare Verbindungen zwischen Menschen und dem Universum, zwischen Wissenschaft und Spiritualität. Klingt erstmal ziemlich abgehoben, funktioniert musikalisch aber überraschend gut. Man fühlt sich mal winzig und verloren, dann wieder komplett verbunden mit etwas Größerem. Genau das, was gute instrumentale Musik eigentlich leisten sollte.
Besonders stark finde ich, wie dynamisch die Songs aufgebaut sind. „Delirium“ steigt direkt stark ein, „Large Distances“ entfaltet eine schöne melancholische Weite, und der Titeltrack „The Proximity Effect“ ist mit seinen fast acht Minuten ein echtes Highlight zum Schluss. Auch „Hypercube“ und „Wavelength“ liefern richtig starke rhythmische Parts, bei denen der Bass von Niccolò schön nach vorne drückt.
Die Produktion von Fabio Recchia sitzt perfekt – warm, druckvoll und trotzdem luftig. Man merkt, dass hier vier erfahrene Musiker am Werk waren, die genau wissen, was sie wollen.
Für mich ist The Proximity Effect ein rundum starkes Instrumentalalbum geworden. Kein reines Hintergrundgedudel, sondern Musik, bei der man gerne mal die Augen schließt und sich treiben lässt. Wer Pelican, Russian Circles oder God Is An Astronaut mag, wird hier absolut auf seine Kosten kommen.
Definitiv eine der besten italienischen Veröffentlichungen in diesem Bereich der letzten Zeit.
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