Der ultimative Fuzz aus der Unterwelt

BONG VOYAGE – Hedonistic Hard Rock (2026, Ripple Music) (Review)

Bong Voyage machen genau das, was der Titel schon ziemlich klar andeutet: Hard Rock mit breitestem Grinsen und ordentlich Staub in der Rille. Stoner-Vibe, 70s-Anleihen, ein bisschen Psych hier und da – aber alles eher auf der “rein in den Proberaum und laut machen”-Schiene als auf irgendeinem Konzepttrip.

Das Ganze lebt stark vom Groove. Die Riffs sind nicht kompliziert, sollen sie auch nicht sein. Eher diese Art von Gitarrenarbeit, die sofort losrollt und sich nicht groß um Umwege kümmert. Direkt, fett, ohne viel Nachdenken dazwischen.

Man hört ziemlich schnell, dass hier keine akademische Rockanalyse betrieben wird, sondern eher der Wille, eine gute Zeit zu haben. Dieses “hedonistische” Ding im Titel ist nicht nur Deko – das zieht sich durch den ganzen Sound.

Strukturell bleibt das meistens simpel. Songs bauen sich nicht großartig auf, sie laufen eher. Wenn’s gut läuft, reicht genau das auch völlig aus. Wenn nicht, merkt man ziemlich schnell, dass da nicht viel mehr hinter der Fassade wartet.

Ein paar Tracks funktionieren besser, weil sie diesen lockeren Drive gut treffen und nicht zu sehr ins Gleichförmige kippen. Andere drehen sich ein bisschen zu lange im gleichen Groove-Kreis, ohne dass wirklich ein Haken hängen bleibt.

Die Produktion passt zum Ansatz: kein polierter Hochglanz, aber auch kein gewollter Schmutz. Einfach druckvoller Rocksound, der nach vorne schiebt und nicht viel Erklärung braucht.

Am Ende ist Hedonistic Hard Rock ziemlich genau das, was der Name verspricht. Kein großes Statement, kein Tiefgang-Konstrukt, sondern ein Album, das sich bewusst auf Riffs, Groove und Bier-Atmosphäre verlässt. Kann funktionieren – muss aber auch nicht mehr sein als das.

https://www.instagram.com/bongvoyageband

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