Der ultimative Fuzz aus der Unterwelt

LO-PAN – Get Well Soon (Review)

Lo-Pan sind zurück und das neue Album ist ein echter Brocken. Nach der Pause und den Line-up-Wechseln (Jeff Fahl jetzt am Bass, Chris Lucas wieder am Gesang, Chris Chiera an der Gitarre, Chris Russell am Schlagzeug) klingt Get Well Soon wie ein Neuanfang, der trotzdem total nach Lo-Pan klingt – heavy, groovy, mit diesem typischen Mid-West-Stoner-Rock-Vibe, aber reifer und fokussierter als früher.

Das Album startet mit „The Curse“ – sofort dieser fette Riff, Chris Lucas‘ Stimme hat noch mehr Biss, und der Groove sitzt wie angegossen. „Get Well Soon“ als Titeltrack ist dann der Hammer – catchy, aber nicht billig, mit einem Refrain, der hängen bleibt. „The End Is Near“ geht richtig in den Arsch – langsam, schwer, fast doomig, und dann explodiert es. „The Great Escape“ hat diesen bluesigen Touch, der an die alten Alben erinnert, aber mit mehr Dynamik.

Die Produktion ist fett – Tony Reed (Mos Generator) hat wieder mitgemischt, und man hört es: Bass massiv, Gitarren scharf, Drums krachen. Kein Matsch, kein Fake – alles sitzt. Die Songs sind kürzer als früher, direkter, aber immer noch mit diesen Lo-Pan-typischen Breaks und Builds, die einen mitreißen.

Es ist kein Album für nebenbei. Die Themen sind hart – Genesung, Kampf, Ende – und die Musik spiegelt das wider: mal groovig und uplifting, mal richtig düster. Wenn du die früheren Alben mochtest (Future Days, Egypt Central), dann ist das hier ein logischer Schritt nach vorn – weniger Experiment, mehr Punch.

Für Stoner-Rock-Fans, die auch mal was mit Seele wollen, ist Get Well Soon Pflicht. Es ist kathartisch, ohne kitschig zu werden. Ich leg’s immer wieder auf, und es trifft jedes Mal.

https://www.instagram.com/lopandemic

http://lnk.spkr.media/lo-pan-get-well

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