
Thammuz – Sons of the Occult (2022, Argonauta Records) (Review)

Thammuz aus den Niederlanden haben mit „Sons Of The Occult“ ihr zweites Album über Argonauta Records veröffentlicht. Nach dem Debüt „Into The Great Unknown“ geht die Band ihren eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Stoner Rock bildet weiterhin die Basis, wird hier aber deutlich mit Doom, psychedelischen Elementen und einem leichten Grunge-Einschlag angereichert. Vor allem die Gitarren stehen im Mittelpunkt: viel Fuzz, viel Druck, dazu ein insgesamt angenehm dichter Sound.
„Electric Sheep“ eröffnet das Album instrumental und kommt ohne Umschweife zur Sache. Der Titeltrack bringt anschließend den Gesang ins Spiel und bewegt sich zwischen ruhigeren Passagen und einer unterschwelligen, leicht düsteren Spannung.
Mit „Guayota“ liefert die Band eines der stärkeren Stücke ab. Der Song baut sich langsam auf, entwickelt eine fast schon ritualhafte Atmosphäre und entfaltet seine Wirkung erst nach und nach. „Had A Blast“ geht etwas direkter nach vorne, während „Self-Taught Man“ mit seinem leicht schrägen, entspannten Vibe stellenweise an The Doors erinnert, ohne dabei wie eine bloße Kopie zu wirken.
Das Album lebt von diesen Wechseln: schwere, druckvolle Parts treffen auf offenere, psychedelische Momente. Das funktioniert insgesamt stimmig und wirkt nie aufgesetzt. Auch inhaltlich passt das Gesamtbild. Die Texte bewegen sich rund um ungewöhnliche Figuren und eigenartige Situationen und tragen zu dieser leicht unruhigen, okkult angehauchten Atmosphäre bei.
Wichtig ist außerdem, dass Thammuz nicht einfach bekannte Genre-Vorbilder kopieren. Einflüsse sind hörbar, aber die Band entwickelt daraus ihren eigenen Sound. Die Produktion ist druckvoll, bleibt dabei aber angenehm roh und direkt. Insgesamt wächst das Album mit der Zeit: Nicht jeder Song zündet sofort, aber vieles bleibt hängen.
Unterm Strich ein solides, stellenweise sehr starkes Album.
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