Der ultimative Fuzz aus der Unterwelt

Mit voller Wucht: MONSTERNAUT über ‘Approaching Doom’ und Live-Chaos

Finnlands Groove-Maschine MONSTERNAUT legt mit „Approaching Doom“ ihr bislang vielseitigstes und härtestes Album vor – wir haben mit Drummer Pat gesprochen.

Hallo! Könnt ihr MONSTERNAUT für Leser vorstellen, die euch noch nicht kennen?

Was geht ab! Hier ist Pat, der Drummer von MONSTERNAUT. Wenn ich’s kurz machen soll: Wir stehen für Lärm, Schwere und Groove – und zwar kompromisslos. Wir sind ein Trio aus Finnland und ziehen euch live die Schuhe aus, egal ob auf oder neben der Bühne. Und gute Songs haben wir natürlich auch im Gepäck.

Wie unterscheidet sich „Approaching Doom“ von euren früheren Veröffentlichungen?

Die dritte Platte ist definitiv ein anderes Kaliber. Sie ist heavier, technischer und insgesamt deutlich ausgefeilter als die beiden Vorgänger. Am Schlagzeug passiert diesmal einiges mehr – Sachen, die man so von mir bisher nicht gehört hat. Mein Ziel war es, kontrolliertes Chaos zu entfesseln und den Stoner-Doom-Vibe auf ein neues Energielevel zu heben.

Auch Gitarre und Bass fahren hier ihr komplettes Können auf. Unterm Strich ist das ganz klar unser vielseitigstes Album bisher. Trotzdem hört man sofort, dass es MONSTERNAUT ist. Ich bin extrem zufrieden damit – und hoffe natürlich, dass es den Leuten genauso geht. Stoner-Fans werden sowieso zugreifen, aber auch Metalheads dürften ihren Spaß damit haben.

Woraus speisen sich eure Texte hauptsächlich?

Ich bin nicht der Texter, daher kann ich nur bedingt aus erster Hand sprechen. Aber klar: Tuomas Heiskanen verarbeitet das Leben an sich – die miesen Phasen, die schrägen Momente, den ganzen Mist, der noch kommt, und das Chaos, das hinter einem liegt. Da steckt einiges drin. Den Rest darf jeder für sich selbst deuten.

Wie oft probt ihr, und hat sich euer Songwriting verändert?

Wir proben ein- bis zweimal pro Woche, einfach damit wir eingespielt bleiben. Am Songwriting hat sich im Grunde nichts geändert: Einer bringt Riffs oder Ideen mit, im Proberaum wird alles gemeinsam auseinandergenommen, sortiert und weiterentwickelt. Zum Glück sind wir uns ziemlich einig, was unseren Sound angeht. Deshalb war das Schreiben neuer Songs für uns nie ein Krampf.

Wie steht es aktuell um die Heavy-Rock-Szene in Finnland?

Sehr lebendig – wie eigentlich immer. Death Metal ist gerade besonders angesagt, aber auch Stoner läuft gut. Und Metal insgesamt geht hier sowieso nie unter.

Ein besonders chaotischer Live-Moment?

Oh ja. Unser Bassist hat sich mal übel hingelegt – und ist exakt zwischen meine Bassdrum und den Beater gefallen. Ich hab ihm beim Ausspielen des Songs mehrmals unfreiwillig mit dem Schlägel gegen den Kopf gehauen. Völlig absurd, wie er genau in diese winzige Lücke gepasst hat. Ich konnte es nicht fassen. Aber wir haben den Song durchgezogen!

Mit wem würdest du gerne mal zusammenarbeiten?

Ganz persönlich? Waylon Jennings.

Wie erreicht man heute neue Hörer?

Du musst präsent sein. Musik rausbringen, Social Media nutzen, alles bespielen, was geht. Gute Songs sind die Basis – klar. Aber genauso wichtig sind Konzerte und der direkte Austausch mit den Leuten, online wie offline. Sichtbar bleiben. Laut bleiben.

Was steht als Nächstes an?

Ihr könnt uns bei den Heavy Psych Sounds Fest Shows in den Niederlanden, Belgien, Athen, Turin, Bologna, Winterthur und Martigny sehen.

Wenn euer Sound einen Geruch hätte?

Kerosin und Bier.

Eure Worte an die deutschen Fans?

Deutschland – danke euch! Wir versuchen dieses Jahr endlich wieder vorbeizukommen. Checkt die neuen Singles und holt euch das kommende Album. Das wird euch komplett zerlegen.

https://www.instagram.com/monsternautband/

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