Der ultimative Fuzz aus der Unterwelt

Kal-El – Astral Voyager Vol. 1 (Review)

Kal‑El starten mit Astral Voyager Vol. 1 in ihrem bekannten Grenzbereich zwischen Stoner- und Psychedelic-Rock. „Astral Voyager“ beginnt zurückhaltend: ein paar Gitarren, der Bass im Hintergrund, Schlagzeug setzt nur gelegentlich Akzente. Nach und nach kommen weitere Gitarrenspuren und dezente Synthesizer dazu, die das Stück wachsen lassen, ohne dass es überladen wirkt.

„B.T.D.S.C.“ legt einen treibenden Rhythmus vor. Gitarren wiederholen Motive, Bass hält das Fundament, die Vocals bleiben rau und unaufgeregt. Ein eingängiger Song, aber ohne dass er glatt oder berechenbar wirkt.

Bei „Void Cleaner“ treten die Gitarren deutlicher hervor. Ruhige und druckvolle Passagen wechseln sich ab, das Schlagzeug sorgt für ein pulsierendes Fundament. Auch hier merkt man, wie die Stücke langsam Spannung aufbauen und dabei viel Raum lassen.

„Cloud Walker“ und „Dilithium“ kombinieren zurückhaltende, psychedelische Momente mit härteren Riffs. Synthesizer erzeugen Atmosphäre, ohne dass die Songs dicht oder überladen wirken. Die Übergänge wirken locker, nichts wirkt künstlich gesetzt.

Zum Schluss kommt „Cosmic Sailor“. Gitarren ziehen sich lang, Bass und Schlagzeug bleiben präsent, alles klingt wie aus einem Guss. Der Track fasst die Stimmung des Albums noch einmal zusammen, ohne dass alles vorherige wiederholt wird.

Die Produktion ist bewusst roh. Gitarren knurren, Bass klingt voll, Drums klar. Vocals stehen nie im Vordergrund, fügen sich in den Mix ein. Nichts wirkt poliert; alles hat Platz zum Atmen.

Astral Voyager Vol. 1 braucht Aufmerksamkeit. Wer nur kurz hineinhorcht, übersieht Details. Wer dranbleibt, bekommt sechs Stücke, die sich Schritt für Schritt entfalten und mit jeder Wiederholung Neues zeigen.

https://www.instagram.com/kalelband

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