
ELECTRIC CITIZEN – EC4 (Review)

Nach mehreren stillen Jahren melden sich die aus Cincinnati stammenden Electric Citizen zurück. EC4 umfasst neun Stücke. Jedes geht sein eigenes Tempo, aber die Atmosphäre bleibt durchgehend leicht verträumt.
„Mire“ beginnt vorsichtig. Zuerst nur ein leiser Organ-Teppich, dann setzen die Gitarren ein. Alles entwickelt sich langsam. Man hat das Gefühl, die Band füllt erst einmal den Raum, bevor sie einen festen Kurs einschlägt.
„Static Vision“ und „Smokey“ bringen mehr Energie. Die Gitarren verdichten sich, Rhythmus und Schlagzeug greifen zusammen, der Sound wirkt kraftvoll, aber nie hektisch. Diese Tracks treiben das Album voran, ohne zu überfallen.
„Traveler’s Moon“ ist fast ein kleiner Ausflug in andere Klangwelten. Langgezogene Gitarren, sanftes Schlagzeug, eine Stimme, die nur schwer greifbar ist. Der Song lässt einen einfach schweben. Kein Druck, nur Klang.
„Tuning Tree“ bietet Ruhe. Akustische Gitarre, minimale Instrumentierung. Ein kurzer Moment zum Durchatmen. Danach folgen „Moss“ und „Other Planets“ mit dichteren Gitarren und hypnotischem Rhythmus. Fast tranceartig, man kann sich verlieren.
Das Finale, „Flower of Salt“, zieht alles noch einmal zusammen. Dichte Instrumentierung, gelöste Stimmung, zurückhaltende Dramatik. Ein ruhiger Abschluss, der alles stimmig abrundet.
EC4 fühlt sich wie ein Spaziergang durch unterschiedliche Stimmungen an. Die Band nimmt sich Zeit, kleine Details wirken zu lassen. Nichts wird überstürzt. Schwer, aber nicht laut, leicht träumerisch. Genau richtig für alle, die sich auf die Musik einlassen wollen.
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