
16 – Guides For The Misguided (Review)

Das neue Album von 16 ist draußen, und ich habe es seit dem Release schon mehrfach durch. Nach acht Jahren Pause seit Lifespan of a Moth (2016) fühlt sich Guides For The Misguided wie ein echter Neustart an – schwerer Sludge, Blues-Vibes, kratziger Gesang, Texte über Schmerz, Sucht und Wut. Bobby Ferry und Alex Shuster an den Gitarren, Barney Firks am Bass, Dion Thurman am Schlagzeug – die vier aus San Diego liefern genau das ab, was sie am besten können: wütender, dreckiger Sludge, der trotzdem eingängig ist.
Die Produktion knallt richtig – die Riffs und Grooves stehen im Vordergrund, der Gesang hat Gewicht, alles klingt satt und klar. Es ist ihr zugänglichstes Album bisher, aber immer noch brutal und voller Wut. Kein Firlefanz, keine Experimente, die vom Weg abbringen – einfach Sludge vom Feinsten.
„After All“ eröffnet das Album mit einem überraschenden Intro, das direkt reinzieht, gefolgt von bluesigen, heulenden Leads und einem leicht Gothic-Metal-artigen Nebenstraßen-Vibe – einer der stärksten Momente. „Blood Atonement Blues„, „Crushing Burden of Despair“ und „Murder in the White Barn“ drücken richtig rein, die Riffs zerquetschen einen langsam. Die anderen Tracks haben eingängige Riffs, treibende Drums und einprägsamen Gesang – das Album strotzt vor Energie und packt einen sofort.
Es ist vielleicht nicht das innovativste Sludge-Album aller Zeiten, aber es macht Spaß, ist hart, wütend und vor allem zugänglich. Wer Sludge mag, der nicht nur auf Druck, sondern auch auf Aussage steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Blues-Elemente und die kratzigen Vocals geben dem Ganzen noch extra Tiefe.
Ich lege es seit Tagen immer wieder auf – mal wegen der Grooves, mal wegen der Wut, mal einfach, weil es so gut sitzt. 16 sind zurück, und sie haben’s definitiv noch drauf.
https://www.instagram.com/16theband/
https://16theband.bigcartel.com/

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